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Ich hatte neulich einen Traum

Vogel

Dieses Gedicht entrann 2006 meiner Feder.
Von all meinen Gedichten ist es mir bis heute irgendwie das Liebste.
Und angesprochen werden wir ein Stück weit alle dadurch, mich natürlich eingeschlossen.

Texte



Ich hatte neulich einen Traum



Ich hatte neulich einen Traum,
saß mitten auf dem Apfelbaum,
der in unsrem Garten steht
und hab’ an meinen Ast gesägt.

Nun ist das ziemlich wunderlich,
und wer das hört der wundert sich,
denn wer an seinem Aste sägt,
hat den Verstand beiseit’ gelegt.

Da kam ein Vogel angeflogen
Mit bunten Federn angezogen.
Der setzt sich zu mir auf den Baum
Und beginnt mich ernstlich anzuschaun.

Was will der Vogel, denk ich so,
da sagt der Vogel: Mensch, Hallo!
Vor Schreck wär’ ich fast abgestürzt,
und hätt’ mein Leben abgekürzt.

Doch im letzten Augenblick
zieh’ ich mich zum Ast zurück
und frag den Vogel: Kann das sein,
du kannst sprechen ganz allein?

Der Vogel nickt, das heisst wohl Ja,
ich sage: Wo du jetzt schon da,
sag, was ist denn dein Begehr?
Ich helf’ dir gerne, bitte sehr.

Der Vogel lacht und sagt mir weise
Lieber Mensch, sei du mal leise,
Hilfe brauchst nur du, nicht ich,
du bist dir selber hinderlich.

Du sägst an deinem eignen Ast,
rennst im Leben ohne Rast,
schaust nicht links und schaust nicht rechts
und hast im Sinn so manches Schlechts.

Glaubst du, Gott kann das gefallen?
auch dein Leben wird einmal verfallen.
Du stehst dann vor des Schöpfers Thron
und er fragt dich dann nach seinem Sohn.

Hast Du Jesus angenommen?
ihn zu Lebzeit’ lieb gewonnen?
Warst du FÜR ihn oder nicht,
liebst du dunkel oder Licht?

Noch kannst du dich hier entscheiden,
wo möchtest du in Ew’gkeit bleiben?
Treffe doch die gute Wahl,
vertraue doch dem Sohn einmal!

Er ist der Weg für dich zum Leben,
von Herzen gern möcht’ Er dir’s geben.
Sei nun klug und gib fein Acht,
dass der Herr gerecht dich macht.

Und dann flog der Vogel weg,
ließ mich zurück auf meinem Fleck.
Und ich hab’ es nie vergessen,
wie ich einst auf diesem Baum gesessen.





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